73 Integrationen in den regulären Arbeitsmarkt

FULDA (was). Auch wer lange arbeitslos war und aufgrund von Vermittlungshemmnissen bislang nicht in den regulären Arbeitsmarkt integriert werden konnte, soll die Chance auf ein dauerhaftes sozialversicherungsrechtliches Beschäftigungsverhältnissen erhalten. An die scheinbar „hoffnungslosen Fälle“ wendet sich das ESF-Bundesprogramm zur Eingliederung langzeitarbeitsloser Leistungsbezieher, das im Landkreis Fulda vom Kreisjobcenter mit großem Erfolg umgesetzt wird.

 

„Der Beruf ist wichtig und erfüllend“


FULDA, 11.05.2018 - Pflege wird sich in den nächsten Jahren weiter zu einem der wichtigsten Themen unserer Zeit entwickeln. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist bereits heute die Schwierigkeit, ausreichend Fachkräfte zu finden. Geschätzt 800 Vollzeitkräfte werden bis zum Jahr 2035 benötigt. So analysiert es der regionale Pflegemonitor, zu dessen Präsentation Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt etwa 40 Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen stationäre und mobile Pflege, Pflegeschulen und Arbeit ins Landratsamt eingeladen hatte.

Foto: Miriam RommelHartz IV- Empfänger erhalten die Chance, endlich Arbeit zu finden

18 potenzielle Arbeitgeber stehen rund 360 arbeitssuchenden Arbeitslosengeld II- Empfängern gegenüber. Wer sich im Fuldaer Kreisjobcenter heute gut anstellt, sich überzeugend präsentiert, hat beste Chancen, mit einem Arbeitsvertrag nach Hause zu gehen. Die Zeitarbeitsmesse mit dem ungewöhnlichen Konzept findet am Mittwoch bereits zum elften Mal statt, 1. Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt spricht von einer guten Tradition, die oft in einer erfolgreichen Vermittlung münde.

Die Integration von Flüchtlingen im Arbeitsmarkt ist schwieriger, als es vor zwei Jahren allgemein erwartet worden war.

Dieses Fazit zieht Ulrich Nesemann, Fachdienstleiter Kommunaler Arbeitsmarkt im Kreisjobcenter des Landkreises Fulda. 3000 erwerbsfähige Asylbewerber und Flüchtlinge im Kreis sind ohne Arbeit.

Henrik Harsdorff macht sein FSJ als Schulbegleiter bei Malteser

Sein Arbeitstag beginnt um sieben Uhr – mit einem ausgiebigen Frühstück im Kreis der Familie. Dass es nicht seine eigene ist, stört den 20-jährigen Henrik wenig. Er macht sein Freiwilliges Soziales Jahr als integrativer Schulbetreuer beim Malteser Hilfsdienst in Fulda und ist seit Schuljahresbeginn dem 13-jährigen Felix zur Seite gestellt, der wegen seiner Körperbehinderung auf Hilfe angewiesen ist. Daraus ist mit der Zeit ein Verhältnis entstanden, das für alle Seiten ein echter Gewinn ist.