Eine Lotsenfunktion nehmen Simone Stern und Barbara Linder vom Beratungsbüro für (Allein)Erziehende in Stadt und Landkreis Fulda wahr. Die beiden Diplom-Sozialpädagoginnen bieten Informationen und eine Erstberatung bei Fragen und Problemen, mit denen Erziehende und Familien konfrontiert werden.

Bislang hat eine zentrale Anlaufstelle gefehlt, die Ratsuchende – ganz häufig Frauen in Trennung oder Scheidung – an spezielle Beratungs- und Hilfseinrichtungen weitervermittelt. Seit Anfang dieses Jahres befindet sich das Beratungsbüro für (Allein)Erziehende im Eingangsbereich des umgestalteten Kreisjobcenters in der Robert-Kircher-Straße 24. Während der Umbauarbeiten waren die beiden Mitarbeiterinnen vorübergehend im früheren Jobbüro untergebracht. Zuvor firmierte das Beratungsbüro als Koordinierungsstelle des Netzwerks für Alleinerziehende in Stadt und Landkreis Fulda und hatte sein Domizil für eineinhalb Jahre im ITZ im alten Schlachthof. Um die Koordination des Netzwerks kümmern sich Simone Stern und Barbara Linder auch nach Auslaufen eines entsprechenden Bundesprogramms. Jetzt ist das Beratungsbüro jedoch eine Einrichtung des Landkreises und als Sachgebiet dem Kreisjobcenter zugeordnet.
Die Anbindung an das Kreisjobcenter erklärt sich vor allem daraus, dass die beiden Mitarbeiterinnen nicht nur eine sogenannte offene Beratung anbieten, wobei das Themenspektrum breit gefächert ist und von der beruflichen Qualifizierung, über finanzielle Hilfen und Betreuungsangebote für Kinder, bis hin zu familiären Konfliktlagen reicht. Darüber hinaus sind Simone Stern und Barbara Linder Ansprechpartnerinnen für alleinerziehende Frauen (und Männer), die soziale Transferleistungen beziehen. Hier geht es um die Heranführung an den regulären Ausbildungs- und Arbeitsmarkt im Zuge eines individualisierten Fallmanagements, bei dem mögliche Vermittlungshemmnisse wie fehlende Qualifikation, Kinderbetreuung oder Mobilität aufgearbeitet werden.
Für das vergangene Jahr wurden 180 offene Beratungen dokumentiert. Hinzu kamen zahlreiche Anfragen und Kontaktwünsche, telefonisch, persönlich oder per Mail. Ausgangspunkt war oft die mit monatlich rund 800 Zugriffen stark frequentierte Homepage http://www.alleinerziehende-fulda.de/. Auch betreuten die beiden Diplom-Sozialpädagoginnen 160 Personen im SGB II-Bezug, die unter anderem regelmäßig an Gruppentreffen in Kooperation mit der Volkshochschule des Landkreises Fulda teilnahmen. Von diesen konnte etwa ein Drittel in Ausbildungs- oder Beschäftigungsverhältnisse, auch in Teilzeit, beispielsweise in der Altenpflege vermittelt werden. Als vorteilhaft erwies sich dabei die enge Rückkoppelung mit dem Arbeitgeberservice des Kommunalen Kreisjobcenters.

 

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