Kommunales Kreisjobcenter informiert bei 1. Altenpflegebörse über Ausbildungsmöglichkeiten und Beschäftigungschancen

Großer Bedarf, flexible Einsatzmöglichkeiten, anspruchsvolle Aufgaben, vielversprechende Perspektiven – die Altenpflege ist eine Branche mit Zukunft. Dies wurde bei der 1. Altenpflegbörse, die am Dienstag im Bonifatiushaus Fulda stattfand, deutlich.

Großer Bedarf, flexible Einsatzmöglichkeiten, anspruchsvolle Aufgaben, vielversprechende Perspektiven – die Altenpflege ist eine Branche mit Zukunft. Dies wurde bei der 1. Altenpflegbörse, die am Dienstag im Bonifatiushaus Fulda stattfand, deutlich. Das Kommunale Kreisjobcenter des Landkreises Fulda hatte sowohl Leistungsempfänger von Arbeitslosengeld II als auch die interessierte Öffentlichkeit dazu eingeladen, sich ein umfassendes Bild über die regionalen Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in der Altenpflege zu machen.

„Die Altenpflegebranche ist ein Segment des Arbeitsmarktes, in dem wir Handlungsbedarf sehen“, erklärte Ulrich Nesemann, Fachdienstleiter Kommunaler Arbeitsmarkt, bei der Begrüßung der Gäste. „Hier werden dringend Menschen gebraucht. Deshalb möchten wir informieren und darüber aufklären, was dieser Bereich bietet.“

Aktuell und in Zukunft bietet die regionale Pflegelandschaft hervorragende Zukunftsperspektiven – auch für Quereinsteiger sowie Menschen mittleren Alters und beiderlei Geschlechts. Gut ausgebildete Pflegekräfte sind mehr denn je gefragt. Laut Markus Vogt, Sachgebietsleiter Arbeitgeberservice, gibt es in den Pflegeeinrichtungen der Region aktuell rund 100 unbesetzte Arbeitsstellen. Hochrechnungen zufolge werden es im Jahr 2020 ca. 160 Vollzeitstellen und im Jahr 2030 rund 400 Vollzeitstellen sein, die auf motivierte Fachkräfte warten.

„Aufgrund der demografischen Entwicklung ist die Branche ein großer Wachstumsmarkt“, betonte Gesundheitsdezernent Dr. Heiko Wingenfeld. „Auf der einen Seite gibt es immer mehr Menschen, die Unterstützung im Alter brauchen. Auf der anderen Seite wird es aber immer schwieriger geeignete Bewerber zu finden. Deshalb möchten wir für diesen zwar anstrengenden, aber auch sehr schönen und sinnstiftenden Beruf werben“, so Dr. Wingenfeld.

Komprimierte Informationen zum Beruf des Altenpflegers sowie zur Ausbildung lieferte Norbert Mauer vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. In einem einführenden Referat beleuchtete Mauer den demographischen Wandel, beschrieb die Fähigkeiten, die in der Altenpflege besonders gefragt sind und gab einen Überblick über die Beschäftigungs- sowie Verdienstmöglichkeiten.
Detaillierte Informationen zur Ausbildung lieferten die drei Altenpflegeschulen der Region. An den Informationsständen von AWO, Caritas und BBZ konnten sich die rund 80 Besucher über die Zugangsvoraussetzungen, Ausbildungsinhalte und das Bewerbungsverfahren informieren.

Praxisnahe Einblicke in das Berufsfeld boten das AWO-Seniorenzentrum Burghaun, das Caritas-Pflegeheim St. Josef Fulda, die Unternehmensgruppe Mediana sowie das Deutsche Rote Kreuz und der Malteser Hilfsdienst. Die erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Auszubildende standen den Besuchern Rede und Antwort. Bei den Mitarbeiterinnen des Beratungsbüros für (Allein)Erziehende konnten sich die Besucher über die Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Job und Familie informieren.

In den Gesprächen mit den „Pflegeprofis“ wurde deutlich, dass Altenpflege weit mehr ist, als Hilfe beim Essen und bei der Körperpflege. Der Beruf sei anspruchsvoll, abwechslungsreich und sehr vielseitig. „Wir brauchen Menschen, die gerne für andere da sind, die den Umgang mit älteren Menschen als bereichernd empfinden, die Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein haben und die Bereitschaft zu körpernaher Arbeit haben“, hieß es.

Das Resümee von Markus Vogt, der die Veranstaltung mit seinem Team organisiert hatte:  „Aus unserer Sicht und auch aus Sicht der Aussteller war es eine sehr gelungene Veranstaltung. Das Interesse der Teilnehmer war groß. Einige Teilnehmer ziehen ein Praktikum in der Altenpflege in Erwägung, eine Person hat sich direkt für eine Ausbildung zum Altenpfleger entschieden und wird im Herbst damit beginnen.“

   

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