Erweitertes Förderinstrumentarium beim Jobcenter / Neue Modellprojekte

Das Thema Gesundheit nimmt in der Gesellschaft und gerade im Bereich der Arbeitsförderung einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Menschen in Langzeitarbeitslosigkeit tragen dabei deutlich höhere Krankheitsrisiken als erwerbstätige Personen, die mit der Dauer der Arbeitslosigkeit tendenziell zunehmen. 

Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich auch das Kreisjobcenter des Landkreises Fulda immer mehr mit dem Thema. Hier kümmert sich unter anderem Alexander Schäfer, stellvertretender Leiter des Sachgebiets Eingliederung, Maßnahmen und Arbeitsgelegenheiten im Fachdienst Kommunaler Arbeitsmarkt, um dieses Aufgabengebiet. Nach Angaben des 43-jährigen Diplom-Verwaltungswirts gehe es darum, passgenaue Unterstützungsangebote für Langzeitarbeitslose mit festgestellten gesundheitlichen Defiziten zu konzipieren und durchzuführen.
Alexander Schäfer führt weiter aus, dass es dem Kreisjobcenter in der Vergangenheit nicht möglich war, „direkte“ Gesundheitsmaßnahmen zu initiieren. Eine Ausnahme bildeten Maßnahmen zur Gesundheitsförderung von Langzeitarbeitslosen im Projekt Perspektive 50plus. Hierbei wurden Menschen ohne Arbeit mit Hilfe einer Vielzahl von unterstützenden, gesundheitsrelevanten Angeboten dahingehend aktiviert, dass sie neue Lebensqualität erfuhren und diese Kraft und Motivation positiv in den Prozess der Arbeitsplatzsuche und Arbeitsbewährung einbringen konnten. „Durch die Erfahrungen aus der Vergangenheit und der aktuell durchgeführten, individuellen Unterstützungsangebote sind wir heute in diesem Bereich wesentlich besser aufgestellt.“
Der unter anderem für die Gesundheitsförderung von Langzeitarbeitslosen zuständige Mitarbeiter im Kreisjobcenter begrüßt ein Umdenken in der Gesellschaft, das auch seiner Grundüberzeugung entspreche: „Jeder hat individuelle Fähigkeiten, die er einbringen kann. Unsere Aufgabe ist es, diese Talente zu entdecken, adäquate berufliche Möglichkeiten aufzuzeigen und beim Abbau von vorhandenen Problemstellungen mitzuhelfen.“ Allerdings dürfe man bei der Heranführung an den Arbeitsmarkt keine schnellen Lösungen erwarten, wenn sich die Arbeitslosigkeit verfestigt habe und eine komplette Lebensumstellung erforderlich sei. Auch nach der Aufnahme einer Beschäftigung bedürfe es einer intensiven Begleitung.
Durch Bemühungen des Kreisjobcenters, die Alexander Schäfer koordiniert hat, ist es gelungen, die Zusage für zwei innovative Projekte zu erhalten. Beide starten im Herbst und beinhalten umfangreiche Gesundheitspräventionsmaßnahmen, die den Beziehern von Arbeitslosengeld II im Landkreis Fulda zu Gute kommen.

 

 

Foto: DOC RABE Media/Adobe Stock

Text: Stefan Waldmann

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