Die Integration von Flüchtlingen im Arbeitsmarkt ist schwieriger, als es vor zwei Jahren allgemein erwartet worden war.

Dieses Fazit zieht Ulrich Nesemann, Fachdienstleiter Kommunaler Arbeitsmarkt im Kreisjobcenter des Landkreises Fulda. 3000 erwerbsfähige Asylbewerber und Flüchtlinge im Kreis sind ohne Arbeit.

Asylbewerber, die neu in den Landkreis kommen, werden befragt: Welchen Schulabschluss haben sie? Welche Zeugnisse und welche Berufspraxis besitzen sie? „Die Bandbreite der Antworten ist groß, vom Analphabeten bis zum Akademiker“, sagt Nesemann. Viele hätten nur vier bis fünf Jahre lang die Schule besucht – auf einem Niveau, das deutlich unter dem deutscher Schulen liege.

Der Plan war, dass Zuwanderer sechs Monate lang einen Integrationskurs besuchen und sich dann als Azubis oder Arbeitnehmer in den Arbeitsmarkt integrieren. „Wir haben – nicht nur im Kreis Fulda – gelernt: Sollen die Deutschkenntnisse für den Arbeitsmarkt reichen, brauchen wir meist länger als sechs Monate“, sagt Nesemann. Viele Migranten, die 2015 oder 2016 voller Energie in eine Berufsausbildung starteten, seien gescheitert, weil sie in der Berufsschule nicht mitkamen.

 

(Quelle: Fuldaer Zeitung v. 05.04.2018, Text: Volker Nies)

 

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