Kreisjobcenter und Gärtnerei Hartmann kooperieren beim Personal

Normalerweise gelten die Wintermonate im Garten- und Landschaftsbau als „Sauregurkenzeit“. Für die Fuldaer Gärtnerei Hartmann startet am 1. November hingegen die „zweite Hauptsaison“. Denn seit nunmehr 19 Jahren ist der Winterdienst für Firmeninhaber Wilhelm Hartmann ein unverzichtbares Standbein. 

Die Nachfrage nach Dienstleistungen in der kalten Jahreszeit wie beispielsweise Schneeräumen oder Streuen bei Eis- und Schneeglätte ist im Moment so hoch, dass Hartmann händeringend auf der Suche nach Personal ist. „Zwanzig Leute könnte ich sofort einstellen“, berichtete der Unternehmer, der bei seiner Suche nach geeignetem Personal seit mehr als zehn Jahren auch mit dem hiesigen Kreisjobcenter kooperiert.
Nachdem das Kreisjobcenter im Frühjahr dieses Jahres zum ersten „Green Day“ – bei dem neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den grünen Bereich gewonnen wurden – eingeladen hatte, fand kürzlich der erste „White Day“ auf dem Gelände der Gärtnerei im Münsterfeld statt. Die Arbeitsvermittler des Kreisjobcenters, Harald Römmelt und Michael Stiehler, hatten potenziell geeignete Kunden eingeladen, und mehr als 20 Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich zu informieren.
Wilhelm Hartmann machte deutlich, dass die Großwetterlage den Takt vorgebe und Winterdienst quasi Bereitschaft an 24 Stunden am Tag und an sieben Tagen in der Woche bedeute. Um dem gerecht werden zu können, sei viel Manpower und eine gute technische Infrastruktur vonnöten. Welche Maschinen, Arbeitsgeräte und Arbeitskleidung beim Winterdienst zum Einsatz kommen, erläuterten Hartmann und dessen Mitarbeiter, die inzwischen weit über die Grenzen von Stadt und Landkreis Fulda hinaus im Einsatz sind.
„Der nördlichste Punkt unseres Einsatzgebiets ist Willingen, der südlichste Hof in Bayern, der westlichste Geisenheim im Rheingau, der östlichste Rudolstadt in Thüringen und der höchste die Wasserkuppe“, so Wilhelm Hartmann, der ebenfalls deutlich machte, dass ein Arbeitsvertrag für neue Winterdienst-Mitarbeiter nicht mit der letzten Schneeflocke oder der letzten frostigen Nacht enden solle. „Es werden Mitarbeiter gesucht, mit denen wir bis zur Rente zusammenarbeiten möchten, denn wir brauchen zu jeder Jahreszeit tatkräftige Unterstützung“, so Hartmann.
Schon während der Infoveranstaltung bekundeten einige Kunden des Kreisjobcenters ihr Interesse. Zwei Tage später folgten Vorstellungsgespräche. Im Anschluss daran konnten insgesamt vier Bewerber ein Praktikum beginnen. Bei entsprechender Eignung steht einer Festanstellung nichts mehr im Weg. „Für uns ist das ein gutes Ergebnis“, freuen sich die Arbeitsvermittler Harald Römmelt und Michael Stiehler.

(Text und Foto: D. Heydenreich)

 

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